Die Reise nach Prag mit dem Zug.
Meine Frau hatte Geburtstag und wünschte sich eine Reise nach Prag, wo wir beide noch nie waren. Wir hatten mit dem Wetter Glück, es waren die Tage Ende April/Anfang Mai 2026 strahlender Sonnenschein, anfangs noch etwas kalt, doch das änderte sich in den paar Tagen, die wir in dieser wunderschönen Stadt vergnügt und neugierig verbrachten. Es wurde schließlich noch wunderbar warm.
Wir fuhren oft mit der Straßenbahn, die für Leute ab 65 Jahren nichts kostete - Ausweis vorzeigen genügte (wurde aber nicht kontrolliert) - um die vielen Sehenswürdigkeiten, nicht zuletzt auch Museen zu besuchen.
Dem Geburtstagskind wurde fröhlich zugeprostet.
Fotos: Norbert Ernst Herrmann
Linkes Foto: Im Museum der Moderne. Interessant war, dass viele bekannte Künstler*innen der Moderne vertreten waren, aber oft mit frühen Arbeiten, die weithin unbekannt sind. Uns jedenfalls.
Prag ist natürlich die Stadt Franz Kafkas, wo er auch in der Judengasse kurz gelebt haben soll.
Seine Eltern entgingen durch natürlichen Tod den deutschen Häschern, doch seine Schwestern wurden von den Nazis umgebracht.
Es gab auch ein außergewöhnliches Museum, wo Kunst gezeigt wurde, die sich mit Wahrnehmungsphäno-menen beschäftigt - vielleicht als Orientierung: M.C. Escher. In der Tschechoslowakei gab es schon im 19. Jahrhundert nicht wenige Künstler, die sich in ihrer Kunst damit befassten. Das war natürlich höchst interessant.
Hier sieht man, wie das eigene Handy völlig geheimnisvoll eine Wahrnehmungstäuschung erzeugen kann. Ein Mitarbeiter des Museums taxierte den Künstler und seine Frau an die jeweils richtige Stelle (sie stellte sich auf den Stuhlsitz, der auf dem Boden lag (siehe Bild vorne) - der Rest wurde vom "objektiven" Auge der Kamera gemacht. Phantastisch!
Natürlich gab es noch viele Erlebnisse, die hier nicht gezeigt werden, nicht zuletzt, weil sie privat sind. Aber gerade die letzten Fotos können vermitteln, worum es dem Künstler Norbert Ernst Herrmann geht. In seiner Kunst, die sich mit visueller Ambivalenz beschäftigt, spielen Wahrnehmungsphänomene eine wichtige Rolle.